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Landeskirchen bereit für Veränderung

Die drei bernischen Landeskirchen nehmen mit Befriedigung vom deutlichen Entscheid des Grossen Rates des Kantons Bern Kenntnis, das Verhältnis von Kirchen und Staat im Rahmen der geltenden Kantonsverfassung weiter-zuentwickeln. Sie sind bereit, an diesem Prozess aktiv mitzuwirken. Ihre Ziele sind namentlich, die Finanzierung einerseits der Pfarrstellen und andererseits der gesellschaftlich relevanten Leistungen auf eine solide Basis zu stellen.

Der Grosse Rat des Kantons Bern hat sich eingehend mit dem Expertenbericht «Ad!vocate / Ecoplan» zum Verhältnis von Kirche und Staat auseinandergesetzt und die daraus abgeleiteten Leitsätze des Regierungsrates diskutiert. Er hat beschlossen, das Verhältnis auf Basis der geltenden Verfassung mit einer Totalrevision des Kirchen­gesetzes weiterzuentwickeln.

Die Kirchenleitungen nehmen die Herausforderung an, dass die Anstellung der Pfarrerinnen und Pfarrer künftig durch die Landeskirchen erfolgen wird. Dazu ist ein neues Finanzierungssystem auszuarbeiten, das einerseits die historischen Rechts­ansprüche respektiert und andererseits die gesamtgesellschaftlich relevanten Leistungen berücksichtigt.

Nach der Debatte im Grossen Rat stellen die Kirchenleitungen zufrieden fest, dass die Leistungen der Kirchen unbestritten sind und ihr breites Engagement in vielen gesell­schaftlich relevanten Bereichen geschätzt wird. Sie sind deshalb überzeugt, dass der Zeitpunkt für zukunftsgerichtete Anpassungen des Verhältnisses zwischen Kanton und Landeskirchen richtig ist: Der Expertenbericht liefert dafür eine gute Grundlage. Die Partnerschaft zwischen dem Kanton und den Landeskirchen ist intakt. Hinzu kommt das Bekenntnis der Mehrheit des Grossen Rates, dass die Neuausrichtung nicht als Spar­übung anzusehen ist. Es gilt nun für alle Beteiligten, sich zu bewegen, um Neues zu erreichen und Gutes zu erhalten.

Andreas Zeller, Präsident des Synodalrats der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, betont, dass die Reformierten Kirchen den Auftrag des Grossen Rates mit Respekt anpacken werden. Er ist überzeugt, dass zukunftsgerichtete Lösungen erarbeitet werden können, die den Interessen sowohl der Kirchen als auch des Staates gerecht werden. Er begründet seine Zuversicht namentlich damit, dass die Kirchen nicht allein von Menschen gestaltet werden.

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