Ein Theaterstück

von Jürg Wisbach
NEU: Sonntag, 21. November, 17.00 Uhr in der Stadtkirche

Nach Genesis 22
Eintritt frei, Kollekte
Zertifikatspflicht

Zum Stück 
Auf der Bühne sitzt ein alter Mann im Rollstuhl, langes, ungepflegtes Haar, Bartstoppeln, mit einem Morgenmantel bekleidet. In seinen Händen ein Tonbandgerät. Er hört ein Band mit biblischen Geschichten. „Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, Isaak, und bring ihn dort als Brandopfer dar auf einem Berge, den ich dir nennen werde.“ Das Band wird unterbrochen.
„Nein, das war er nicht, der Einzige! Ich habe das auch nie gesagt. Du hast das gesagt, nicht ich!“ erwidert der Mann im Rollstuhl, den Blick nach oben gerichtet. Der Mann im Rollstuhl ist Abraham. Immer wieder stellt er das Band an, unterbricht wieder. Er hadert mit Gott, er widerspricht Gott, er fleht ihn an, er hält an Gott fest. Und er ruft nach seinem Sohn Isaak.
Abraham als zentrale Gestalt dreier Religionen, des Judentums, des Christentums und des Islam empfindet diese Begegnung mit seinem Sohn Isaak als eine weitere Erprobung Gottes. Er möchte diese vielleicht letzte Chance nutzen und konfrontiert seinen Sohn mit seiner Sicht auf die Ereignisse im Land Morija.

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